Gesprächsstoff

Von Geisterstädten und Mikrokosmen – die 8. Nonfiktionale vom 12. bis 15. März in Bad Aibling steht unter dem Motto „Schauplätze“

Bad Aibling wirft sich ins Frühlingskleid und macht sich bereit für die achte Festivalausgabe der Nonfiktionale. Bis zur Eröffnung der am 12. März, um 19 Uhr ist es nicht mehr lange hin. An die 300 Einreichungen waren es in diesem Jahr – doppelt so viele wie in den vergangenen Jahren. Diese Fülle zu einem Programm mit 16 Filmen zu verdichten, war keine geringe Herausforderung. Schließlich ging es nicht zuletzt darum, sich dem diesjährigen Motto von unterschiedlichen Seiten her zu nähern bzw. es auf unterschiedliche Weise filmisch erkunden.

Diesmal rückt das Aiblinger Dokumentarfilmfestival „Schauplätze“ in den Fokus. Vom 12. bis 15. März werden die mannigfaltigen Facetten der Beziehung zwischen Menschen und Orten oder Räumen ausgeleuchtet. Denn so wie Menschen die Umgebung prägen, beeinflusst auch die Umgebung den Menschen. Kamera, Ton und Schnitt lassen „Schauplätze“ im Film neu entstehen, indem sie sie modellieren, ihnen Gestalt und Bedeutung verleihen.

Mit dem Motto öffnet sich ein ebenso weites wie spannendes Feld: Vom Blick hinter die Kulissen eines altehrwürdigen Wiener Museums, das sich für die Zukunft rüstet (Das große Museum, am 12.03.19:00h) bis zur filmischen Erkundung eines Ortes, an dem mit dem Kyoto-Protokoll Geschichte geschrieben wurde (Beyond Metabolism, am 14.03., 22:00h). Von der ebenso hochaktuellen wie sensiblen Innenansicht der „Blackbox Asylrecht“ (Die Unsichtbaren, am 13.03., um 16:00h) bis zur poetischen Spurensuche quer durch den Osten Europas (In Sarmatien, am 13.03., 19:00h). Mit In Sarmatien holt die Nonfiktionale einen der ganz großen deutschen Dokumentarfilmer, Volker Koepp, nach Bad Aibling.

Nachdem bei der Nonfiktionale von jeher das Reden über die Filme genauso wichtig ist, wie die Filme selbst, ist auch diesmal nach jeder Vorführung Zeit für ein ausgiebiges Gespräch mit den jeweiligen Regisseuren. Denn nicht zuletzt die Diskussionen sind es, die das Programm zu einem in verschiedenen Nuancen schillernden Ganzen fügen. So freuen sich die Organisatoren der Nonfiktionale besonders darüber, dass viele Filmemacher für mehrere Tage nach Bad Aibling kommen.

Die dreiköpfige Jury – bestehend aus der Kamerafrau Susanne Schuele, dem Filmemacher Andreas Pichler und dem Leiter des Filmbüros Bremen Klaus W. Becker – hat auch in diesem Jahr zwei Preise zu vergeben. Neben dem Nonfiktionale-Preis in Höhe von 2.000 Euro wird ein hochwertiger SACHTLER-Preis für die beste Kameraarbeit verliehen. Mit der Preisverleihung am 15. März um 19:30 Uhr schließt sich dann der Vorhang der 8. Nonfiktionale. Abgesehen vom Eröffnungsabend sind alle Filme im charmanten Lindenkino zu sehen.

 

Weitere Infos zum Festival und zum Programm finden Sie unter www.nonfiktionale.de