Gesprächsstoff

Ritterschauspiele Kiefersfelden – Weinhard und Adelise

Weinhard und Adelise oder: Der Retter aus der Wildnis

Ritterschauspiel aus der Zeit der Kreuzzüge in vier Aufzügen in der „Comedihütte“ (Theaterhaus) auf der noch einzig erhaltenen barocken Drehkulissenbühne

Graf Weinhard ist auf dem Kreuzzug, seine Gemahlin Adelise ereilt großes Elend. „Schwiegercousin“ Julian will sie zur Geliebten und Weinhards gesamten Besitz, dafür geht er über Leichen. Adelise und ihr Sohn Adelmann kommen nur knapp davon, auf einer öden Insel fristen sie bei einem furchterregenden Wilden ihr Dasein. Pascha Ibrahim erleidet indes sein persönliches Waterloo. Seine Tochter wird die Beute von Räubern und Julian droht ihr mit Vergewaltigung… Christen und Moslems sind verstrickt in Katastrophen, bis sich der Himmel erbarmt.

Abendvorstellungen – Beginn 19.00 Uhr:
Sa 25.07.2015
Sa 01.08.2015
Sa 08.08.2015
Fr 14.08.2015
Sa 15.08.2015
Fr 21.08.2015
Sa 22.08.2015
Sa 29.08.2015

Nachmittagsvorstellungen – Beginn 13.30 Uhr:
So 16.08.2015
So 30.08.2015

Karten für die Ritterschauspiele erhalten Sie ab Bekanntgabe des Stücktitels und der Spieltermine

Preise
Sperrsitz € 18 / 1. Platz € 12 / 2. Platz € 7 / Stehplatz € 3
Kinder bis 12 Jahre: 1. und 2. Platz 50% Ermäßigung
Familienkarten: 1. Platz € 25 / 2. Platz € 20

Kartenvorverkauf & Infos
Kaiser-Reich Information
Rathausplatz 1
D-83088 Kiefersfelden,
Tel. +49-(0)80 33-97 65 45
Fax +49(0)80 33-97 65 27 (Mo-Fr 8-12 und 14-17, Sa 10-12)
info@kiefersfelden.de
und
MÜNCHEN TICKET
www.muenchenticket.de und alle Vorverkaufsstellen

Restkarten ab 1 Stunde vor Beginn der Vorstellungen an der Kasse des Dorftheaters. Die Kaiser-Reich Information berät Sie gern über günstige Gruppenermäßigungen sowie Arrangements für Übernachtungen und Ausflüge.

Zur Geschichte

Die Ritterschauspiele Kiefersfelden existieren seit 1833 in ihrer bis heute bewahrten Form.
Mit der Eröffnung des neuen Dorftheaters spielt die Theatergesellschaft Ritterschauspiele des Inntaler Kohlenbrenners Josef Georg Schmalz (1804-1845), genannt der „Bauern-Shakespeare“, und anderer Verfasser.

Durch Vermittlung des Volkskundlers Ludwig Steub aus München erlangte die Theatergesellschaft nach jahrzehntelangen Verboten durch regionale und staatliche Behörden 1869 endlich die dauerhafte Genehmigung ihrer Spiele. Vor 1900 prägte der Spielleiter und Komponist Sylvester Greiderer die bis heute gültige Gestalt der Vorstellungen.

Mit dem beginnenden Tourismus wurden die Ritterschauspiele bereits um 1880 als eines der originellsten alpenländischen Volkstheater bekannt.

1595 bzw. 1618 sind erste Theateraktivitäten in Kiefersfelden dokumentiert.

Im 18. und im frühen 19. Jahrhundert gelangten Passionen, Heiligen- und Legendenspiele zur Aufführung. Das romantische Ritterschauspiel wurde vom ländlichen Jesuitentheater beeinflusst.

Während der Säkularisation vollzog sich nach 1800 allmählich der Wandel vom Sakralspiel zum Ritterschauspiel. Nur in Kiefersfelden blieb das Ritterschauspiel lebendig, während sich alle anderen Volkstheater des Inntals anderen Theaterformen öffneten.

Autoren wie Hans Moser, Paul Ernst Rattelmüller, Frido Will, Ekkehard Schönwiese und Roland Dippel schrieben über die Ritterschauspiele Kiefersfelden und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung.