Gesprächsstoff

Erfolgsprojekt Freundeskreis: 200.000 Euro für den Lokschuppen

Rosenheim – Der Freundeskreis Lokschuppen hat sich seit seiner Gründung vor sieben Jahren zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. „Wenn man die Beiträge und Spenden seit der Gründung im Jahr 2008 zusammenzählt, ergibt sich eine Fördersumme von über 200.000 Euro für den Lokschuppen“, berichtete der erste Vorsitzende des Freundeskreises, Heinz-Werner Bleyl, auf der Jahreshauptversammlung des Vereins. Allein aus Mitgliedsbeiträgen kamen seither rund 116.000 Euro zusammen, die Gesamteinnahmen aus Spenden belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Auch die Zahl der Mitglieder steigt stetig an, sie liegt derzeit bei 642.

Als Vertreterin der Stadt Rosenheim lobte die 3. Bürgermeisterin Dr. Beate Burkl den Lokschuppen als europaweit einzigartiges Ausstellungszentrum. „Normalerweise werden Museen staatlich oder als Stiftungsprojekt geführt. Der Lokschuppen ist ausschließlich in kommunaler Hand und sehr erfolgreich. Zu erwähnen ist hier vor allem das nachhaltige und kulturell hochwertige Bildungsangebot.“

Mit den Einnahmen unterstützt der Freundeskreis seit 2009 die Erlebnisausstellungen im Lokschuppen. Im vergangenen Jahr finanzierte er mit 31.000 Euro das Begleitbuch zur Ausstellung „INKA – Könige der Anden“. In diesem Jahr zahlt der Freundeskreis 30.000 Euro für die Ameisenterrarien in der „REGENWALD“-Ausstellung. Als besonders erfreulich bezeichnete Bleyl die großzügige Unterstützung des Wirtschaftlichen Verbandes 2015. „Ich bin froh darüber, dass der Wirtschaftliche Verband durch meine Initiative die neue Ton-Anlage im Wert von 35.000 Euro für den Lokschuppen finanziert hat. Das erhöht die Qualität der Ausstellungen beträchtlich und ist eine gute Investition in die Zukunft.“ Der Vereinsvorsitzende präsentierte den Mitgliedern gleich seine nächsten Projekte: zwei Patenschaften für neue Anschaffungen im Lokschuppen. Im ersten Projekt können Sponsoren und Förderer die Patenschaft für neue Audioguides mit Tourguide- und Gruppenführungsfunktionen übernehmen. Die Anschaffungskosten der 100 benötigten Geräte belaufen sich auf fast 40.000 Euro. Geplant ist, die Geräte zunächst zu mieten und mit Hilfe der Patenschaften Schritt für Schritt zu kaufen.

Zweites Projekt ist die Patenschaft für neue mobile Sitzgelegenheiten. Die 50 neuen Klappstühle kosten rund 5.500 Euro. „Der neue mobile Klappstuhl ist die perfekte Lösung für die Ausstellungsbesucher, die nicht gut zu Fuß sind“, so Bleyl. „Der eingeklappte Stuhl kann als Gehhilfe dienen und jederzeit ausgeklappt werden.“ Dank des geringen Gewichtes ist der Stuhl für die Besucher sehr leicht zu transportieren. Bleyl wies die zahlreich erschienenen Mitglieder auch auf das Veranstaltungsprogramm des Freundeskreises hin. So gibt es wieder eine exklusive Preview-Führung vor Ausstellungsbeginn durch den „REGENWALD“ am 19. März. Weiter im Jahresprogramm sind Exkursionen zusammen mit dem Historischen Verein Rosenheim, exklusive Taschenlampenführungen im Lokschuppen, ein Besuch in der Zoologischen Staatssammlung München und eine Führung durch den botanischen Garten München.

Der Leiter des Ausstellungszentrums Lokschuppen Dr. Peter Miesbeck bedankte sich bei Heinz-Werner Bleyl und den Mitgliedern des Freundeskreises für die hervorragende Unterstützung. „Sie ist ein wichtiger Beitrag, um die Qualität unserer Ausstellung zu erhöhen.“ Beim Publikum kommt die Qualität jedenfalls gut an: In der Besucherumfrage gaben 94 Prozent der Befragten an, dass ihnen die INKA-Ausstellung ausgezeichnet oder gut gefallen hat.

Foto: Nach der Jahreshauptversammlung gab es für die Mitglieder des Freundeskreises Lokschuppen eine exklusive Führung durch die Ausstellungsbaustelle.  V. r.n.l.: Der 2. Vorsitzende des Freundeskreises Norbert Lauinger, der 1. Vorsitzende Heinz-Werner Bleyl, Gestalter und Architekt Markus Baukholt und Mitglieder des Freundeskreises.